Feuerwehrführung:

1. Kommandant: Rainer Voith
2. Kommandant: Jürgen Endereß
Gerätewart: Matthias Wunderlich
Jugendwart: Alexander Endereß
Kinderfeuerwehr: Thomas Reihl + Alexander Härthe

Feuerwehrverein:

1. Vorstand: Ernst Pointl
2. Vorstand: Tanja Regnet
Kassier: Sigfried Thoma
Schriftführer: Christian Stöckert
Beisitzer: Matthias Wunderlich + Erich Härtl


Von der Entstehung bis heute

Vor dem Entstehen der Freiwilligen Feuerwehren waren alle Einwohner zum Löschdienst verpflichtet, denn die schmalen Gassen, die offenen Feuerstellen, die mit Schindeln gedeckten Fachwerkhäuser, meist ohne Brandmauern, boten immer wieder Ursache für große Feuersbrünste.

Auch Thiersheim blieb von großen Brandkatastrophen nicht verschont. 1430 brannten die Hussiten den ganzen Markt nieder, am 12. Juni 1632 die Kroaten während des 30jährigen Krieges. Bereits ein Jahr später, am 10. Mai 1633 vernichtet ein Schadenfeuer 18 der inzwischen wieder neu aufgebauten Häuser.

Aber auch Unvorsichtigkeit war immer wieder Grund für schwere Brände: so zerstörte 1672 ein Großfeuer unter anderem das Pfarrhaus, brannten 1804 zwanzig Häuser hinter der Kirche nieder, fiel 1855 die ganze „Ziegengasse“ dem Roten Hahn zum Opfer, um nur einige Fälle herauszuheben, die großen Schaden anrichteten.

Im Jahr 1871 wurde vom Turnverein Thiersheim die Freiwillige Feuerwehr als „Turn-Feuer-Wehr zu Thiersheim“ ins Leben gerufen.

Um das Jahr 1900 betrug die Mannschaftsstärke um die 60 Mann. Neben einer ausziehbaren Leiter mit Handbetrieb waren zwei Handdruckspritzen vorhanden. In die ältere musste das Wasser geschüttet oder gepumpt werden, bevor man an die Brandbekämpfung gehen konnte. Die zweite, etwas modernere war noch bis 1928 im Dienst (in diesem Jahr wurde die erste Motorspritze beschafft). Sie war schon mit Schläuchen zum Spritzen und beiderseits mit Saugkörben ausgerüstet. 1926 kaufte die Marktgemeinde die heute noch vorhandene ausziehbare Leiter.

Furchtbar brachen die Flammen am 3. Juli 1930 über den Marktplatz herein. 15 Anwesen mit Haupt- und Nebengebäuden und vier weitere Scheunen, insgesamt 42 Gebäude wurden ein Raub der Flammen. 30 Feuerwehren, darunter 12 mit Motorlöschgeräten waren an der Brandstelle.

1958 wurde ein Feuerlöschfahrzeug (LF 8, Marke Opel Blitz) angeschafft und 1963 ein zu dieser Zeit moderner Schlauchtrockenschrank.

Da die Gerätschaften im alten, 1877 erbauten, Gemeindehaus am Anger mehr schlecht als recht untergebracht waren, wurde im Februar 1979 der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses mit zwei Stellplätzen beschlossen.

Mit Fertigstellung des neuen Gerätehauses im Jahr 1980 wurde auch ein neues „LF 8“ der Marke Magirus-Deutz beschafft.

Das mit viel Eigenleistung neu gebaute Feuerwehrhaus wurde zusammen mit dem neuen Löschfahrzeug am 5. Juli 1980 feierlich übergeben.

Vielfältige Aufgaben erforderten auch hochtechnisches Gerät. Aus diesem Grund wurde 1992 ein „LF 16/12“ der Marke MAN mit Ziegler-Aufbau als zweites Löschfahrzeug beschafft. Dieses mit Zusatzbeladung zur technischen Hilfeleistung ausgestattete Fahrzeug ist vor allem für den Einsatz auf der neu gebauten Autobahn A93 – direkt neben dem Ort – gedacht.